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Iserlohn. Mit der Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften der Formationen im Rock’n’Roll und Boogie-Woogie hat der RRC Teddybears mit seinen über 50 Aktiven im Jahr seines 30. Geburtstages ein echtes Highlight ausgerichtet, das auch sportlich mit zwei Meistertiteln und einer Bronzemedaille ein großer Erfolg war. So sieht es auch Margit Tuschen, neben Philipp Bäuerle Cheftrainerin des Klubs.

Frage: Wie fällt Ihr Fazit aus?

Tuschen: Rundum positiv. Es ist alles rund gelaufen. Das war wie ein kleines Volksfest. Die Resonanz war groß, die Halle ausverkauft. Wir sind stolz darauf, dass unser Sport so gut angenommen worden ist, das hätten wir nie gedacht. Ich kann wirklich nichts Negatives sagen.

Wie bewerten Sie das Niveau?

Sehr hoch. Viele Tänzer gehören zur Weltspitze.

Zwei Titel und einmal Bronze können sich für die Teddybears sehen lassen, oder?

Mit der Lady-Formation haben wir ein Jahr auf diese Meisterschaft hingearbeitet, da steckt sehr viel Arbeit drin. Bei den Kleinen, den Girls, hatten wir einen Platz auf dem Treppchen erhofft, aber dass sie den Titel holen würden, war die Überraschung des Tages. Damit können sie schon im kommenden Jahr, und nicht erst wie geplant 2017, bei Europa- und Weltmeisterschaften tanzen. Und die Masters sind, nachdem sie im letzten Jahr noch im Jugendbereich aktiv waren, ins kalte Wasser geworfen worden, obwohl sie als gestandene Paartänzer zur Spitze gehören. Denn die Schwierigkeiten sind die Akrobatiken. Ziel war es, zunächst einfachere in Perfektion zu bringen und sauber zu tanzen, denn das gibt auch gute Punkte. Platz fünf wäre okay gewesen, Platz vier schön, jetzt ist es sogar Bronze. Damit ist erst einmal der Druck weg, nun haben sie Zeit.

Was zeichnet die Formationen aus?

Das ganz Besondere ist, dass es sich um einen Mannschaftssport handelt. Ansonsten gibt es keine Unterschiede zum Paartanz.

Welchen Stellenwert hat Ihr Klub national betrachtet?

Wir gehören zu den Topvereinen mit Worms, Anzing und Flensburg. Bei den Masters geben Anzing und Flensburg den Ton an. Alles wird immer perfekter und ausgefeilter. Aber seit zwei Jahren tut sich auch bei uns etwas im Bereich Show. Wir sind weit über die Grenzen Iserlohns hinaus bekannt und ein Aushängeschild Nordrhein-Westfalens und des Verbandes. Zum Glück haben wir auch keine Nachwuchsprobleme, auch nicht bei den Jungs. Viele begreifen, dass Rock’n’Roll auch ein Sport ist für Jungs und Männer.

Mit enormem Trainingsaufwand.

Der ist sehr hoch. Es gibt mindestens vier Einheiten pro Woche, teilweise sogar fünf. Hinzu kommt der hohe Aufwand für Fitness. Ich bin daher mächtig stolz darauf, dass die Jugendlichen dazu bereit sind.

Und das sorgt für Zusammenhalt.

In der Tat entstehen viele Freundschaften und langfristige Verbindungen. Das hat man auch am Wochenende sehr deutlich gesehen, viele Ehemalige kamen aus ganz Deutschland, meine Tochter Malou sogar aus Dubai, um die Veranstaltung zu moderieren. Wir sind eine große Familie.

Birgt der Aufwand ein großes Risiko?

Vor drei Jahren haben wir uns beworben, seit einem Jahr liefen die Arbeiten intensiver in Zusammenarbeit mit dem Vorstand, den Eltern und den Sportlern. Wir haben ganz hervorragende Sponsoren, sonst wäre das auch nicht möglich für uns als kleinen Verein, denn es gibt große Kostenfaktoren. Viel hat das gute Wetter dazu beigetragen, weil wir vor der Halle Essen und Getränke verkaufen konnten. Unser Ziel ist es, mit Plus-Minus-Null aus der Veranstaltung herauszukommen, wenn etwas übrig bleibt, wäre das toll.

Wie waren die Rahmenbedingungen am Hemberg?

Dass wir auf alle drei Hallen zurückgreifen konnten, war sehr wichtig, denn es ist schwierig, so viele Tänzer und das Equipment unterzubringen. Die kleine Halle diente als Umkleide, die renovierte Halle zum Eintanzen. Sie ist wirklich toll geworden. Wir haben viel Lob erhalten. Uns ist ein idealer Standort geboten worden, das war optimal.

Und reizt zu weiteren Großtaten?

Wir richten ja alle zwei Jahre ein Ranglistenturnier aus. Aktuell haben wir nichts im Visier, da wollten wir diese DM abwarten. Ob wir erneut eine DM ausrichten, muss man sehen. Aber es ist kein Problem, große Turniere zu bekommen, denn wir sind ein Topverein.

Michael Topp

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